Schneegestöber

Der Wind pfeift über die Schneedecke
und treibt die Kristalle vor sich her.
Wolken aus eisigen Flocken steigen auf,
schweben,
werden zu Boden gedrückt,
lösen sich auf.

Die nächste Böe
hebt sie wieder auf,
trägt sie,
lässt sie fallen.
Der Wind spielt ein unbekümmertes Spiel mit ihnen.

Ich bin ein Schneekristall im Wirbelwind Deiner Schönheit,
Du spielst Dein unbekümmertes Spiel mit mir.
Jedes Lächeln – eine Böe
Jedes Mal, wenn unsere Augen sich einen Moment zu lange
nicht voneinander lösen wollen – ein Windstoß
Jede der vielen, scheinbar zufälligen, Berührungen – ein kleiner Sturm.

Sie werfen mich in die Höhe,
Lassen mich schweben,
Lassen mich fallen,
Ich löse mich auf.

Nächstes Lächeln, nächste Runde.
“Same procedure as every smile?”
“Same procedure as every time, James.”

Die Schneeflocken lieben das Spiel.
Ich nicht mehr.

So vieles kann sich aus Schneekristallen bilden:
Tragende Schneedecken, wunderschöne Eisformationen, nährendes Wasser.
Als Flocke in der Gegend herumgetrieben zu werden
Ist mir auf Dauer zu wenig.

Ich löse mich aus Deinem Zauber,
Lasse Dich zurück,
Finde meinen Boden und meine Werte wieder.
Dein unbekümmertes Spiel
Ist mir auf Dauer zu wenig.

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